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Jüdisches Leben in EuropaMit der Hilfe des Himmels

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Nazis im Internet ???


 

Schicksalsschläge nehmen kein Ende


Elsa - Gefährtin im Schatten

Alberts Leben wird vorerst durch keine politischen Aktivitäten gestört. Es kommt nur von Zeit zu Zeit vor, dass Elsa sich fragt, warum er sie geheiratet hat. Ständig ist er unterwegs. In der Freizeit segelt er oder trifft sich mit anderen Frauen. Elsa fühlt sich von seinem Schatten verdeckt. Regelmäßig taucht Toni Mendel, eine reiche Witwe, auf und holt Albert zu Theater- und Opernbesuchen ab. Oftmals erscheint Albert zu Hause erst wieder am nächsten Morgen. Das einzig Erfreuliche, was sie mitbringt, sind teure exotische Pflanzen.
Elsa bestraft Albert danach mit Taschengeldentzug, denn sie führt die Finanzen. Für Albert stellt Toni lediglich eine Frau dar, mit der er sich gut über Theater und Literatur unterhalten kann.


Zunehmend bemerkt Einstein nun Hakenkreuze, die als Abzeichen getragen werden. Es geht eine politische Wende vor sich. Die Weltwirtschaftskrise verursacht Arbeitslosigkeit in Millionenhöhe. Der kaum beachtete aus Festungshaft freigelassene Adolf Hitler nutzt die Sorgen, baut das jüdische Feindbild weiter aus und gewinnt die Stimmen des deutschen Volkes. Um Einstein ist es wie um viele andere jüdische Staatsbürger schlecht bestellt. Im Sommer 1932 unterstützt er den "Kongress gegen imperialistische Kriege". Gemeinsam mit Käthe Kollwitz und Heinrich Mann appelliert er an die Sozialdemokraten und Kommunisten, als Einheitsfront gegen die Nazis anzutreten.
Einmal passiert es Hertha, dem Hausmädchen, dass ihr kein Brot verkauft wird, weil sie für Juden arbeitet. An den Universitäten finden Säuberungen statt. "Nichtarische" Professoren müssen gehen.
Den Winter verbringen die Einsteins in Pasadena in Kalifornien, USA. 1933 sind in Deutschland 50000 Reichsmark auf seinen Kopf ausgesetzt. Das Buch "Juden sehen dich an" zeigt sein Bild mit der Unterschrift : "Noch ungehängt". Die SA durchsucht sein Anwesen in Caputh, das Bankvermögen wird beschlagnahmt. Albert ist gut mit König Albert von Belgien befreundet. Einstein hält sich vorläufig in Belgien auf, wo er von zwei vom belgischen Königspaar angeheuerten Zivilpolizisten bewacht wird.


Bereits im Frühjahr 1931 bietet Abraham Flexner ihm die Arbeit an einem neuen wissenschaftlichen Projekt in Princeton, New Yersey, USA, an. Nun nimmt er an. Zuerst ziehen die Einsteins in das Hotel Peacock Inn, um dann in ein eigenes Heim zu ziehen.


Albert, Elsa und Margot

Unterdessen war Elsas Tochter Ilse an Krebs verstorben, so dass Margot, Elsa und Albert einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen müssen. Elsa verkraftet ihn nur schwer. Sie macht sich Vorwürfe. Der amerikanische Alltag macht sie unglücklich. Sie fühlt sich nicht wohl. Um sich abzulenken, stürzt sie sich in Arbeit und hält Kontakte zu den Menschen, mit denen sie noch klar kommt. 1936 erkrankt Alberts Frau schwer. Sie stirbt.
Das nimmt Albert sehr mit. Ihm wird erst jetzt bewusst, welch' wichtige Rolle sie in seinem Leben gespielt hatte. Sie hatte ihn zur Gesellschaft "gezwungen". Fortan zieht er sich zurück. Er arbeitet an der sogenannten Weltformel, die sich auf eine einheitliche Feldtheorie stützt. Er wird sie nicht finden. Seine Kollegen entdecken unterdessen die Kernspaltung. Eine Atombombe kann im anstehenden 2. Weltkrieg hilfreich sein. Die Kernspaltung bewirken in dieser Zeit bei Experimenten mehrere Wissenschaftler, ohne dass sie es überhaupt wissen. Enrico Fremi gelingt es bereits 1934 in Rom. Als die Deutschen 1939 in der Tschechei einmarschieren, entdecken amerikanische Forscher, dass bei der Kernspaltung von Urankernen Neutronen freigesetzt werden und eine Kettenreaktion beginnt, bei der enorm viel Energie frei wird.



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