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Alberts Kindheit


Albert Einstein wird am 14. März 1879 in Ulm geboren. Während seiner Kindheit wohnt er mit den Eltern, seiner Schwester Maya, Onkel Jakob und Tante Ida sowie Großvater Julius in einer Münchner Villa in der Adlzreiterstraße 14. Die Brüder Hermann, Alberts Vater, und Jakob besitzen eine Fabrik für elektrische Geräte.


Maya und Albert

Albert lernt erst im Alter von drei Jahren sprechen. Im naturwissenschaftlichen Bereich glänzt Albert aber früh, er versteht es, schwierige mathematische Probleme zu erfassen. Mit fünf Jahren schenkt sein Vater ihm einen Taschenkompass. Damit beginnt die Suche nach Erklärungen, denn wie konnte die Kompassnadel sich so einfach bewegen. Welche Kräfte waren verantwortlich und wie wirkten sie?
Als der Junge 13 Jahre alt wird, macht Onkel Jakob ihn mit dem Satz des Pythagoras bekannt. Danach entspricht in einem rechtwinkligen Dreieck die Summe der Kathetenquadrate dem Hypotenusenquadrat. Im Falle, dass Albert es schafft, den Satz selbstständig zu beweisen, möchte Jakob ihm ein Buch über euklidische Geometrie schenken. Albert löst das pythagoräische Problem auf rein mathematischem Wege. Schnell bringt er sich autodidaktisch mit Hilfe des Buches die geometrischen Grundbegriffe bei ... und langweilt sich im Unterricht am Münchner Kronprinz-Luitpolt-Gymnasium.


Wohlhabende jüdische Familien (die Einsteins waren Juden, wenn auch keine besonders gläubigen) boten unbetuchten jüdischen Studenten früher etwa einmal in der Woche den sogenannten Freitisch an. So sitzt fortan der polnische Medizinstudent Max Thalmey am Tisch der Familie Einstein, wodurch Albert in die Welt der Philosophie Kants und die Überlegungen Maxwells eingeweiht wird. Immanuel Kants Werk "Kritik der reinen Vernunft" ist ihm geläufig.


Die "Elektrotechnische Fabrik J. Einstein & Cie" bekommt schließlich nicht mehr genug Aufträge, die von Onkel Jakob erfundenen Produkte finden keine Abnehmer. Hinzu kommt, dass die Elektrobranche vor allem von Großunternehmen eingenommen wird, weshalb kleine Familienunternehmen geringe Chancen haben. Für die unannehmliche Lage der Familie Einstein sorgt insbesondere die Siemens AG. Deshalb ist die Familie gezwungen, einen Neuanfang zu wagen. Sie möchte das Unternehmen nach Italien verlagern. Siemens bietet eine beträchtliche Summe als Startkapital. Die Entscheidung fällt, allerdings soll Albert in München bleiben und sein Abitur ablegen. Im Juni 1895 verabschiedet Albert seine Liebsten am Zug, der nach Mailand fährt. Sein vorübergehendes Zuhause findet er im Heim von Onkel Gottfried und Tante Bärbel.


Albert ist, abgesehen von den ausgezeichneten Leistungen in Mathematik, Physik und Chemie, kein guter Schüler. Für griechische Grammatik kann er sich wirklich nicht begeistern. Deshalb arbeitet er im Unterricht des Griechischlehrers Dr. Degenhart wenig mit oder stört den Unterricht. Bereits in dieser Zeit (man schwelgte mit dem Kaiser Wilhelm II in deutscher Siegerstimmung) spürt Albert antisemitische Anfeindungen sogar durch die Lehrer. Dadurch verschlimmert sich das Heimweh nach seiner Familie in Italien nur noch mehr. Dann kommt es zum Gespräch mit dem Direktor mit der Konsequenz, dass Albert die Schule verlassen muss. Er erhält ein Abschlusszeugnis, das ihm wegen seiner außergewöhnlichen mathematischen Kenntnisse die Zulassung zum Mathematikstudium attestiert. Da sich Deutschland ohnehin in militanter Aufbruchstimmung befindet und Albert mit 20 Jahren zum Militär muss (Kriegsdienstverweigerung gibt es nicht, Verweigerer und Deserteure wandern in die Psychiatrie oder werden erschossen), geht er nach Italien. Mit einem ärztlichen Attest, das ihm Erholungsurlaub verordnet, einem Brief von Onkel Gottfried und dem Zusatzzeugnis seines Mathematiklehrers macht er sich auf. Damit beginnt eine neue Zeit, eine Zeit wichtiger Entscheidungen für die Zukunft.


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