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Karriereleiter


Im Februar 1902 kommt Albert Einstein in Bern an, um dort als Hilfslehrer sein Geld zu verdienen. Nebenbei erteilt er Nachhilfestunden, um die Zeit bis zu seiner Anstellung im Berner Patentamt zu überbrücken. Am 1. Juli ist es soweit. Der technische Experte im Eidgenössischen Patentamt überprüft angemeldete Erfindungen. Dabei trifft er auf eine Menge Blödsinn. Die Menschen wollen mit allem Geld machen. Die Arbeit hat ebenso Vorteile. Das kritische Denken wird geschärft und Albert lernt, wie man sich wissenschaftlich exakt ausdrückt. Beschreibt er die Erfindung zu allgemein, patentiert er Dinge und Vorgänge, die längst bekannt sind, fasst er die Errungenschaften zu exakt auf, können andere das Produkt produzieren, ohne rechtlich belangt zu werden: zum Beispiel, wenn diese andere Materialien verwenden, die die gleiche Wirkung erzielen.


Mileva kehrt schließlich zurück an das Polytechnikum nach Zürich. Es nimmt Albert mit, dass seine Tochter Lieserl so einfach weggegeben wurde. Doch das wichtigste bleibt, dass er Mileva endlich wieder sehen kann. Die beiden besuchen sich oft.
Neben seiner Arbeit im Patentamt brütet Albert über seinen physikalischen Ausarbeitungen. Er spürt, dass er etwas Neuem auf der Spur ist. Das Puzzle aus den verrückten Entdeckungen der letzten Jahre muss lediglich zusammengefügt werden, was seine Zeit dauert. Außerdem gibt er Privatstunden in Mathematik und Physik. Eines Tages steht Maurice Solovine vor seiner Tür. Der Philosophiestudent möchte in die Geheimnisse der höheren Mathematik, Physik und Geometrie vorzustoßen. In ihm findet Albert einen echten Freund, denn in Albert steckt genauso ein Philosoph. Aus diesen stundenlangen Dialogen der beiden werden Diskussionen vieler über naturwissenschaftliche wie auch gesellschaftliche und philosophische Themen. Diese Treffen fassen die Mitglieder, denen fortan auch Conrad Habicht, dessen Bruder sowie Michele Besso und seine Frau Anna Winteler angehörten, unter der "Akademie Olympia" zusammen.
Mileva kämpft unterdessen mit den Vorurteilen gegenüber studierenden Frauen und gibt ihr Studium im Sommer 1902 ohne Diplom auf. Albert verliert seinen Vater, was ihn wirklich sehr trifft. Doch gibt es nun keine elterlichen und finanziellen Einwände gegen eine Heirat mit Mileva Maric mehr. Am 6. Januar 1903 lässt sich das paar im engsten Freundeskreis trauen. Abends vor der Haustür findet Albert wie so oft den Haustürschlüssel nicht (und das im Winter), weshalb Maurice Solovine über den Balkon im obersten Stockwerk für das Brautpaar in die Wohnung einsteigt.


Mittlerweile langweilt Albert die Anstellung im Patentamt. Viel lieber beschäftigt er sich mit seinem Sohn Hans-Albert, den Mileva im Mai 1904 zur Welt gebracht hatte. Die Familie zieht in eine größere Wohnung in der Kramgasse, der wohl lebendigtsen und schönsten in Bern. Vor lauter Studien und der Beschäftigung mit dem Kind lernen Albert und Mileva auch die Kehrseiten einer Ehe kennen. Albert zieht sich zunehmend in die Welt der Zahlen und des reinen Denkens zurück. Es macht ihm Spaß. Und der Physiker ist den großen Fragen nahe. Sein Leben wird nur noch von wissenschaftlichem Denken geprägt. Selbst beim Essen ist er schon wieder bei seinen Studien. Albert gibt sogar die Arbeit auf, um sich ganz den Überlegungen zu widmen. Er sitzt Tag und Nacht über den Aufzeichnungen, es ist wie ein Marathon. Dabei verliert er viel Kraft, Mileva merkt ihm die völlige Erschöpfung durch Überarbeitung an. Abends kontrolliert sie seine Rechnungen und bemerkt auch seine Unkonzentriertheit. Die Idee aber überwältigt sie. Das muss eine bahnbrechende und alte Bilder umwerfende Erkenntnis sein, die ihr Mann da entdeckt hat.
Steckt Albert fest und kommt mit seinen Überlegungen nicht weiter, greift er zu Geige. Das Fieber laugt seinen Körper aus, doch dann hat er es geschafft: mit logischen Rechnungen kann er beweisen, was kein Mensch zu denken wagt. Im Mai 1905 sendet er die Abhandlung "Über die Thermodynamik bewegter Körper" - uns als Relativitätstheorie bekannt - an die "Annalen der Physik". Es ist die vierte von fünf Arbeiten, die in diesem Jahr innerhalb weniger Monate entstehen. Die ersten beiden handeln von der Materie, die aus Atomen besteht, und beschreiben, wie Wärme durch die Bewegung der Moleküle entsteht. Die dritte charakterisiert das Licht als Teilchenmodell und beweist seine Geschwindigkeitskonstanz im Vakuum. Die fünfte Arbeit führt zur Formel E=mc².
Als er das pausenlose Arbeiten beendet, bleibt er 14 Tage im Bett, um danach seine Arbeit im Patentamt aufzunehmen.



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