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Bern, Prag, Zürich, Berlin


Im Jahre 1907 bewirbt sich Albert Einstein mit seiner Relativitätstheorie an der Universität Bern. Sie wird wegen Unverständlichkeit und Kürze abgelehnt.
Seine Anerkennung in Akademikerkreisen steigt und so bewirbt der diplomierte Naturwissenschaftler sich ein Jahr später erneut mit derselben Arbeit, lediglich um einen Satz erweitert - und wird angenommen. Doch der Hörsaal gähnt vor Leere.


1909 beruft man ihn an die Züricher Hochschule, wo er im Alter von 30 Jahren zum Professor ernannt wird. Er ist beliebt. Die Vorlesungen laufen ungewöhnlich lässig ab, denn Einstein schreibt seine Manuskripte auf Papier in Größe einer Visitenkarte. Auch nachmittags nimmt er sich Zeit für seine Studenten.
Albert wird häufig zu Kongressen der führenden Physiker der Zeit geladen, wo er Größen wie Planck trifft und einige Freunde unter den Kollegen gewinnt. 1911 lädt man ihn zum Solvay-Kongresss nach Brüssel ein, wo das wissenschaftliche Chaos der Neuzeit geordnet werden soll.


Schließlich ereilt ihn das Angebot, in Prag Direktor eines eigenen Instituts zu werden. Prag gilt zu dieser Zeit als eine der angesehensten Universitätsstädte Europas. Albert Einstein sagt zu und lebt mit Mileva bald in einer großen Wohnung mit Dienstmädchen. Mileva gefällt dieser Vorschlag nicht. Sie hatte gerade den zweiten Sohn Eduard geboren. Letztendlich beugt sie sich dann doch dem Willen ihres Mannes.
Überhaupt hat es Mileva schwer. Albert hat nur Augen für seine Arbeit. Eine Ehekrise steht bevor. Außerdem gehört die Tschechei zur k.u.k.- Monarchie Österreich-Ungarn, in der alles Deutsche bejubelt und alles Slawische unterdrückt wird. Und Mileva ist Slawin. Die feine Gesellschaft nimmt sie nur ungern an. Die Prager Universität war 1888 auf Regierungsbeschluss hin in eine Deutsche und eine Tschechische Universität aufgeteilt worden. Beide ignorierten einander.


Freudig zeigt sich Mileva erst wieder, als Albert an das Züricher Polytechnikum gerufen wird. In der Hochschule, an der man ihm 1900 eine Assistentenstelle verweigerte, ist er das Aushängeschild.


Im Sommer 1913 fällt wiederum eine folgenschwere Entscheidung. Albert hat die Möglichkeit, in Berlin Direktor eines neu gegründeten Forschungsinstituts für Physik zu werden. Ein Gehalt von tatsächlich 12000 Reichsmark (verhältnismäßig hoch). Zudem soll er Mitglied in der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften werden. Mileva möchte Zürich nicht verlassen. Zuviel hat sie ihm zuliebe schon geopfert. Vorerst geht Einstein allein nach Berlin. Mileva kommt nach, um die Ehe zu retten, reist allerdings wenige Tage wieder ab: die Ehe ist gescheitert.



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