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Jüdisches Leben in EuropaMit der Hilfe des Himmels

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Für die Welt ist er der größte, für die Deutschen ein Jude


1917 erkrankt er schwer und zieht zu seiner Cousine Elsa in die Haberlandstraße 5. Doch das Verhältnis bleibt kein rein verwandtschaftliches mehr. Die beiden kommen sich näher.


Unterdessen kann eine Expedition nach Äquatorial-Afrika beobachten, was Einstein vorhersagte. Er hatte berechnet, dass Licht, das von den Sternen kommt, in Sonnennähe abgelenkt werden muss. Das Fotografieren von Sternen ist aber nur möglich, wenn diese sehr nahe an der Sonne liegen wie etwa bei einer Sonnenfinsternis. Am 29. Mai 1919 findet sie dann statt und macht Einstein zum Weltstar: Relativitäts-Clubs werden gegründet, sein Bild schmückt die Titelblätter verschiedenster Zeitschriften. Man fragt ihn nach seiner Meinung in Bezug auf Politik und Kunst. Seine Vorlesungen in Berlin besuchen statt den Studenten amerikanische und englische Damen im Pelzmantel.


1921 erhält er endlich den Nobelpreis, allerdings für die Arbeit über den fotoelektrischen Effekt. Das Preisgeld von 20000 Goldmark überschreibt er Mileva, denn ein guter Vater ist er Hans-Albert und Eduard wirklich nicht. Auf einer USA-Reise begrüßt ihn der Bürgermeister New Yorks wie einen Kriegshelden. In Princeton, wo er die letzten Lebensjahre verbringen wird, erhält er einen Ehrendoktortitel, bei dessen Verleihung sich Albert unmöglich benimmt. Er steht auf, wenn er sitzen soll, sitzt, wenn er stehen soll und wendet sich vom Rektor ab, als dieser ihm den Ehrendoktorhut aufsetzt. Einstein war eine Figur des öffentlichen Lebens geworden, dessen Ansichten zählten. In einem Brief schreibt er: Jeder Piepser wird bei mir zum Trompetensolo.

1919 wird Albert Einstein von Mileva geschieden und heiratet keine vier Monate später Elsa, seine Cousine.

Elsa und Albert

Heute ist bekannt, dass es ihm wohl fast egal war, wen er heiratet. Zuerst hatte er Elsas 20-jähriger Tochter Ilse, die ihm als Sekretärin half, seine Liebe gestanden, und sie um ihr Ja-Wort gebeten. Sie lehnte ab, so nahm er die Mutter. Menschlich war er nicht gerade treu. Seine Frauen hatten es schwer. Er flirtet nun einmal gern. In einem Interview äußert er sogar: Fünfundneunzig Prozent aller Männer und wahrscheinlich fast ebenso viele Frauen sind von Natur aus nicht monogam.


Politisch treffen in Berlin die extremen Fronten aufeinander. Man hat den verlorenen Krieg noch nicht überwunden. Die Juden lassen sich gut verantwortlich machen. Deshalb kommt es zur Diskriminierung der Juden. 1920 taucht plötzlich eine "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Naturforscher zur Erhaltung reiner Wissenschaft" auf. Sie bekämpft Einsteins Theorien. Vorträge gegen seine Ideen werden gehalten. So findet beispielsweise eine Großveranstaltung in der Berliner Eissporthalle statt, die den Titel "Wahrheit und Irrtum der Relativitätstheorie" trägt. Die Physiker Lenard und Stark lassen sich von dieser Strömung gegen Einstein mitreißen. Nach dem Scheitern des Kapp-Putsches entsteht eine extrem rechte Geheimorganisation, die Walther Rathenau, einen deutschen Großindustriellen jüdischer Abstammung, ermordet. Die Polizei stößt bei ihren Ermittlungen auf eine Liste weiterer Attentatskandidaten, darunter Albert Einstein. Der Physiker sagt daraufhin alle Termine ab und taucht vorerst mit Elsa unter. Es geht auf große Reise bis nach China und Japan.


In der Welt der Physik dreht sich derzeit alles um das Atom und die Frage, auf welche Weise sprunghafte Veränderungen in den Atomen vor sich gehen. Im Herbst 1927 beraten die bedeutendsten Wissenschaftler auf dem 5. Solvay-Kongress in Brüssel über dieses Problem. Viele unter Einsteins Kollegen denken, die sprunghaften Veränderungen seien nicht vorherzusehen. Man müsse von Wahrscheinlichkeiten ausgehen. Hierauf gibt Einstein sein berühmtes Zitat "Gott würfelt nicht" ab, eine Ablehnung dieser Idee. Einen Ansatz zur Lösung bietet Einstein mit seiner ersten Vorarbeit zu einer umfassenden Feldtheorie, die im Januar 1929 von der Akademie der Wissenschaften veröffentlicht wurde.


Schicksalsspuren

Im März 1929 feiert Albert seinen 50. Geburtstag. Die Stadt Berlin möchte ihm ein Grundstück schenken, doch jedes Mal haben die ausgesuchten Grundstücke einen Haken. Die Anfahrt erfolgt über andere Grundstücke. Einstein lehnt das Angebot der Stadt daher ab. Albert und Elsa kaufen sich selbst ein eigenes Grundstück bei Caputh. Zu seinem Geburtstag türmen sich die Präsente in der Einsteinschen Wohnung. Doch Albert hat mit Elsa die Flucht aufs Land ergriffen. Hausmädchen Hertha nimmt alles entgegen. Sogar einfache Leute schicken Kleinigkeiten.
Im Oktober des Jahres findet in Zürich ein Zionistischer Weltkongress statt. Dabei besucht er Mileva und die Söhne. Beide finden wieder zueinander und unterhalten sich gut. Sorgen hatte Albert sich schon immer um Tete (der jüngste Sohn Eduard) gemacht. Er war ein so zierliches und zerbrechliches Kind. Nun geschieht, was er vielleicht schon immer ahnte, doch immer verdrängte. Als Albert eine Kongresssitzung besucht, dreht Eduard durch. Er wird in die Nervenheilanstalt "Burghölzli" eingeliefert, nachdem Mileva und Hans-Albert ihn von einem Selbstmordversuch abhalten konnten. Vermutlich kam der Junge nicht mit dem Kult um den berühmten Vater und die Kindheit ohne Vater klar. Albert macht sich Vorwürfe und reist ab. Zu Hause wird ihm Herzüberanstrengung diagnostiziert. Er muss drei Monate im Bett bleiben.
Als er wieder fähig ist zu arbeiten, stellt er die junge Sekretärin Helene Dukas ein, die bis an sein Lebensende für ihn sorgen wird.


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