schule.judentum.de / hagalil.com

Jüdisches Leben in EuropaMit der Hilfe des Himmels

haGalil onLine - http://www.hagalil.com

Kinder im Nahost-Konflikt - Video

Nazis im Internet ???


 

Wer ist ein Jude?

1.  Ein Jude ist ein Anhänger der ältesten monotheistischen Religion, das heißt der Religion, die sich nur einem einzigen Gott verpflichtet hat.

2.  Wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde, ist automatisch Mitglied  der jüdischen Gemeinschaft und somit Jude.Die ewige Frage nach dem jüd. Wesen

3.  Ein Jude zeichnet sich durch Toratreue (Tora = die heilige Schrift, Gebetsbuch) und einem Leben nach der Halacha aus. Er versteht sich über das Religiöse hinaus, auch im nationalen Sinne, als Angehöriger des Volkes Israel. Das "Jude
sein" bezieht  sich nicht auf ein Land oder einen Staat. Jude sein bedeutet, die jüdische Religion zu leben, dabei ist es egal in welchem Land man lebt. Man muss als Jude nicht unbedingt in Israel leben, um als Jude anerkannt zu werden.

4.  Im Nationalsozialismus sah man im Judentum eine "biologische Rasse", wobei man hinzufügen muss, dass sich eine Rasse nicht nach der Religion richtet und diese  nationalsozialistische Definition somit falsch ist, wenn man bedenkt wie viel Leid dadurch dem jüdischen Volk angetan wurde.

5.  Auch wer zum jüdischen Glauben übergetreten ist und nach den jüdischen Sitten  und Gebräuchen lebt, darf sich als Jude bezeichnen.

Strömungen des Judentums

Gründe zur Entstehung dieser Richtungen:

- Einheit des jüdischen Volkes wurde durch:
* Öffnung der Ghettos
* rechtliche Gleichstellung der Juden mit anderen Staatsbürgern
* Zeit der Aufklärung und deren Idee der Gleichheit aller  Menschen von innen und von außen in Frage gestellt
       => beginnende Assimilation (Anpassung) an die Umwelt
       => tiefe Einprägung bei neuzeitlichen Juden
- traditionell-gläubige Juden wurden zur Minderheit

Das Reformjudentum

- vor Beginn des 19.Jh. in Westeuropa entstanden
- nach Ideen des jüdischen Intellektuellen Moses Mendelssohn
      => Anpassung der Juden an westliche Kultur
      => keine Absonderung von den Nichtjuden
- Hauptanliegen:  Umgestaltung des synagogalen Gottesdienstes
      => sollte würdiger und beschaulicher werden
           Vorbild: protestantische Kultur Norddeutschlands
      => es gab Choräle mit ausgebildetem Chor; eine Orgel
      => Predigt in deutscher Sprache
           erste reformierte Gottesdienste 1810  Seesen in Thüringen,
           ab 1815  in Berlin (aber nur in privaten Kreisen)
      => glauben nicht, dass die Tora , die von Gott überbrachte Wahrheit ist
      => lehnen jüdische Speisegesetze und Vorschriften über Reinheit und Kleidung ab
 

Konservatives Judentum

- religiöse Strömung zwischen Reformjudentum und Orthodoxie
- Entstehung um 1845 in Deutschland
- ist vor allem in USA vertreten; "Jewish Theological Seminary" in New York =   geistiger Mittelpunkt des konservativen Judentums => Vorbild war Breslauer   Seminar (erste akademische Ausbildungsstätte für Rabbiner in Deutschland)
- 1851 Gründung "Monatsschrift für die Geschichte der Wissenschaft des Judentums" von Zacharias Frankel  (1854 Direktor des "Jüdisch-Theologischen Seminars" in Breslau) alsZacharias Frankel (1801-1875) das große internationale Organ der Wissenschaft des Judentums
- Ziel : * Bewahrung traditioneller jüdischer Bräuche
           * Vereinbarung dieser mit modernen Erkenntnissen und Lebensumständen
"The book of Jewish knowledge" dient als Grundlage
     => erfüllen jüdische Speisegesetze mit kleinen Abweichungen (Kaschruth)
     => begehen Sabbat und Feste in traditioneller Weise
     => Männer und Frauen sitzen während des Gottesdienstes zusammen
     => wollen viel von der religiösen Überlieferung bewahren
     => sehen Religionsgesetze als Garantie für den Zusammenhalt des Judentums
- in Israel verhindern orthodoxe Religionsmonopole die Bildung konservativer Gemeinden

Orthodoxes Judentum

=> feste Überzeugung, dass der Messias ("Erlöser") erscheinen und für Israel ein        goldenes Zeitalter herbeiführen wird.
=> durch Meinungsverschiedenheiten entstanden verschiedene Strömungen innerhalb der orthodoxen Bewegung ( z.Bsp. Chassidismus)
- Tora = Essenz (Geist) des Judentums
  => peinliche Einhaltung der kleinsten Gebote
  => Ablehnung von Aufklärung, Emanzipation, Reformjudentum und Assimilation
- bilden Minderheit, wurden dennoch in Einheitsgemeinden integriert
  => besondere Gottesdienste in Synagogen ohne Orgel
  => besonders gesetzestreue Rabbiner werden angestellt
  => strenge Trennung der Frauen von den Männern während des Gottesdienstes
  => Hebräisch ist einzige Kultsprache

Was lässt sich Allgemeines zum Judentum sagen?

 Verteilung auf der Erde:       1995  13,9 Millionen Juden

                  => 6,1  Mio. in den USA und Kanada
                  => 2,5  Mio. in Europa ( 0,3 Mio. in Großbritannien; 0,6 Mio. in Frankreich;
                                                       1,25 Mio. in ehemaliger Sowjetunion)
                  => 4,4  Mio. in Israel
                  => 0,45 Mio. in Südamerika
                  => 0,2  Mio. in Afrika
                  => Rest verstreut über die ganze Welt


Der jüdischen Religion gehören, global gesehen, nur eine kleine Zahl Anhänger an. Trotz dessen ist die religiöse und glaubensgeschichtliche Bedeutung des Judentums außerordentlich groß, da das Judentum den Ursprung für das Christentum und den Islam darstellt. Das Judentum ist die kleinste Weltreligion, heute gehören ihr ca. noch 13,9 Millionen Gläubige an, das entspricht 0,4 % der Weltbevölkerung. Davon lebt ca. die Hälfte in Nord- und Südamerika, jeweils ein Viertel ist auf Europa und Asien (hauptsächlich Israel) verteilt.
Die Schwierigkeit bei dieser Religion liegt darin, dass im Laufe der Geschichte die Juden über die ganze Welt zerstreut wurden, dabei wird die jüdische Identität vornehmlich ein Problem der Religionszugehörigkeit. Die Besonderheit dieser Religion liegt darin, dass die Juden schon seit der Antike ein Volk mit einer eigenen Religion sind.

verfasst von:  Ellen Eichhorn, Katja Lukaschewski und Martin Polter

Zur Startseite

 

Theodor Herzls Altneuland 18.80Euro!


DE-Titel
US-Titel

Books


Jüdische Weisheit
Wahlen in Israel - 28-01-2003
Hymne - Israel

haGalil onLine

Kontakt: hagalil@hagalil.com

1995/2006 © by haGalil onLine®
Munich - Kirjath haJowel - All Rights Reserved
haGalil onLine - Editorial
Impressum