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Der Talmud
Fast jeder kennt diesen Begriff, aber die wenigsten wissen um dessen
Herkunft, Aufbau und Inhalt. Der Talmud ist das jüdische Gesetzes- und
Religionswerk, das Kommentare zur Tora enthält. Es gibt den Babylonischen
Talmud ("Babli") und den Jerusalemer Talmud ("Jeruschalmi").
Herkunft:
Die Ursprünge des Talmud liegen in der Zeit nach dem 1. Jüdischen Krieg, als
im Lehrhaus von Jawne mit der schriftlichen Fixierung der außerbiblischen, mündlichen
Überlieferung, Gesetze und Sitten begonnen wurde. Abgeschlossen wurde die
Zusammenführung von Mischna und Gemara ca. 500 n. Chr. in Mesopotamien, dem
damaligen Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit.
Aufbau:
Die Mischna ist in 6 Ordnungen gegliedert und besteht aus 63 Traktaten ("Massechot")
und 525 Lehrsätzen ("Perakim").
I. Seraim (Saaten) -> Vorschriften
zur Landwirtschaft
II. Moed (Festzeit) -> Gebete und Gesetze zu
Fest- und Feiertagen
III. Naschim (Frauen) -> Ehe- und
Familiengesetzgebung
IV. Nesikin (Schädigung) -> Zivil- und Strafrecht
V. Kodaschim (Heilige Dinge) -> Opfer- und
Schlachtbestimmungen
VI. Toharot (Taugliche Dinge) -> vielgestaltige
Reinheitsbestimmungen
Die Gemara enthält den Gesetzeskodex und Kommentare zur Mischna.
Inhalt:
Die Halacha enthält Entscheidungen der Gelehrten zu gesetzlichen Fragen sowie
Aspekte des jüdischen Lebens und Tuns und festgeschriebene religiöse
Pflichten.
Die Haggada umfasst Legenden, Anekdoten und Aussprüche zur Veranschaulichung
der traditionellen Gesetze.
Näheres zum Thema Talmud findet sich
unter:
http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~uneu/talmud.htm
http://www.talknet.de/~chajmg/Talmud.htm
verfasst von: Kristin Lose
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