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Das Reich unter den Königen David und Salomo
Der Krönung Davids zum König waren lange Auseinandersetzungen mit seinem
Vorgänger Saul vorangegangen. David, vorerst nur König von Juda, schaffte es
nach siebenjährigen Bürgerkrieg auch die Nordstämme für sich zu gewinnen und wurde
daraufhin
König
von Juda und Israel. Konsequent baute er sein Reich aus. Dies wird begünstigt
durch eine Schwäche der Ägypter und der Staaten an Euphrat und Tigris zu
dieser Zeit. David eroberte während seiner Herrschaftszeit auch die Stadt
Jerusalem und machte sie zum politischen Zentrum seines Reiches. Mit der Überführung
der Bundeslade, einer kostbaren Truhe mit den Gesetzestafeln, die Moses am Berg
Sinai von Gott selbst erhalten haben soll, wird die Stadt zum religiösen und
kultischen Mittelpunkt des jüdischen Volkes. David starb um das Jahr 965 v.
Chr., die Nachfolge auf dem Thron trat sein Sohn Salomo an. Unter König Salomo beginnt
eine lange friedliche Entwicklung. Ihn zog es nicht
auf die Schlachtfelder, er initiierte eine rege Bautätigkeit
und sammelte Reichtümer. Salomo, für seine sprichwörtliche Weishe it bekannt,
war ein Meister der Diplomatie. Die vielen ausländischen Frauen in seinem Harem
lassen auf gute Beziehungen zu den betreffenden Ländern schließen. Berühmt
wurde Salomo besonders durch den Bau des Ersten Tempels. Er gilt deshalb als Begründer des Tempelkultes. Die Entstehung des ersten jüdischen
Zentralheiligtums ist geheimnisumwittert. Nach einer kabbalistischen Legende
sollen sich die Steine des Bauwerks freiwillig aus dem Steinbruch gelöst haben
und sich auch selbst auf dem Tempelberg aufeinander gelegt haben.
Salomo, der als Friedenskönig in die Geschichte einging, stirbt um das Jahr 926
v. Chr. und hinterlässt durchaus kein konsolidiertes Reich. Stark sind die Loslösungsbestrebungen
einzelner Stämme, schwach ist die königliche Zentralgewalt.
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