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Juden in der frühmittelalterlichen Gesellschaft
Vor dem 6. Jh. trat man den Juden zum Teil sehr intolerant gegenüber. Sie wurden verfolgt und von
der Gesellschaft immer mehr ausgeschlossen. Dies l ag vor allem an der Kirche,
die immer wieder versuchte die Juden zum Christentum zu bekehren. Bereits
391n.Chr.wurde das Christentum zur Staatsreligion erklärt. Alle anderen
Religionen wurden verboten. Zudem warf man den Juden die Schuld an der
Kreuzigung Jesus vor und Johannes Chrysostomos bezeichnete die
Synagogen als " Sammelstätte der Christusmörder".
Die Kirche versuchte mit Hilfe zahlreicher Verbote die Christen von den Juden zu
trennen. Ein Beispiel dafür ist das Konzil in Laodicäa von 341, welches
die Verbreitung jüdischen Brauchtums unter den Christen verhindern sollte.
Jedoch gab es auch einige blühende jüdische Gemeinden, wie beispielsweise die
Gemeinde in Köln um 321 n. Chr.
Im 6. Jh. verbesserte sich die Lage der Juden jedoch zusehends. Sie begannen als
Kaufleute, Gutsbesitzer, Zollbeamte, Ärzte
oder Münzmeister zu arbeiten. 742 n.Chr. brach die Zeit der Regentschaft Karl
des Großen an. Dieser war zwar auch noch bestrebt die Juden zu
christianisieren, jedoch durften sie ihre Religion frei ausüben. Im allgemeinen
waren die Juden genauso geachtet wie die Christen. Ihr Leben, ihre Ehre, ihre
Religionsausübung, ihr Eigentum und ihre Freiheit standen unter dem Schutz des
Kaisers. Zahlreiche jüdische Gemeinden konnten sich zu dieser Zeit
herausbilden. Es war den Juden auch die Freiheit gegeben, ihre
Zivilstreitigkeiten selbst nach ihrem eigenen Recht zu klären. Auch
wirtschaftlich waren die Juden als Kaufleute und Seefahrer, auf Grund ihrer
sprachlichen Kenntnisse sehr gut gestellt und angesehen. Im Jahre 839 n.Chr. war
es sogar möglich, dass ein kaiserlicher Diakon namens Bodo zum Judentum übertreten
konnte, ohne dafür bestraft oder verfolgt zu werden.
verfasst von:
Eva Trinks
Maja Kamprath
Yvonne Kunze
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