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Die Suezkrise vom 29.10 bis zum 05.11.1956
Auf Grund der arabischen Nichtakzeptanz der neuen Situation fand Israel
keinen Frieden. Immer wieder wurde das tägliche Leben von Angriffen arabischer
Terrorkommandos überschattet. Am 23.07.1952 brachte eine Revolution in Ägypten
Gamal Abdul Nasser an die Macht, der den nun von ihm geführten Staat dem
Ostblock anzupassen suchte. Die Situation verschärfte sich im Nahen Osten
erheblich. Auch schlossen die Ägypter nach dem Regierungswechsel einen
Waffenlieferungsvertrag mit der Tschechoslowakei, welcher die
Aggressionsabsichten verdeutlichte. Ferner verstaatlichte Nasser auch noch den
Suez-Kanal und provozierte dadurch ganz offensichtlich die Franzosen und die
Engländer, die diesen stark nutzten. Die Sperrung des Suez-Kanals für
israelische und nach Israel fahrende Schiffe stellte nach internationalem Recht
eine Kriegserklärung an Israel dar. Dieses war von nun an
von allen asiatischen und afrikanischen Handelspartnern abgeschnitten. Im
Oktober 1956 bildeten Syrien, Jordanien und Ägypten ein Dreierbündnis, welches
die Bedrohung für Israel unterstrich. Daraufhin sprach sich Israel geheim mit
Frankreich und England ab, die Truppen am Suez-Kanal landen ließen. Israel
marschierte im Gazastreifen und auf der Halbinsel Sinai ein. Acht Tage dauerte
der Feldzug an, auf welchem sie die beiden Gebiete eroberten. Dabei überschritten
die Israelis jedoch den Suezkanals, was ein Ultimatum des amerikanischen Präsidenten
Eisenhower und des sowjetischen Ministerpräsidenten Bulganin, sich bis März
1957 etappenweise aus dem Gebiet zurückzuziehen nach sich zog. Es wurden auch
UN-Friedenstruppen entlang der ägyptisch-israelischen Grenze stationiert und
die ägyptische Regierung sicherte die freie Durchfahrt des Golfs von Akaba zu.
Zwei Jahre später wurde von Palästinensern, darunter Yassir Arafat, die
Bewegung zur Befreiung Palästinas, Fatah in Kuwait gegründet. Zwischen Mai und
Juni 1964 wurde während der Tagung des Ersten Palästinensischen
Nationalkongresses die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO gegründet.
In diesem Zusammenhang ist noch zu erwähnen, dass sich Israel seit seiner Gründung
bemühte, viele internationale Beziehungen zu knüpfen. Solche existierten mit
den USA, den meisten westeuropäischen Staaten, fast allen afrikanischen und
lateinamerikanischen Staaten und seit 1965 auch mit der Bundesrepublik
Deutschland. Doch auch all diese diplomatischen Beziehung halfen nicht, Ruhe in
Israel einziehen zu lassen. Erneut unterwanderten arabische Terroreinheiten
Israel, und seine Nachbarstaaten rüsteten massiv auf. Israel antwortete auf die
Anschläge mit harten Vergeltungsschlägen bis tief in das feindliche Gebiet
hinein. Der ägyptische Präsident Nasser forderte von dem damaligen
UN-Generalsekretär Sithu U Thant den Abzug der UN-Truppen, die an der
israelisch-ägyptischen Grenze stationiert waren. Auch sperrte er erneut für
die israelische Wirtschaft wichtige Hafenzufahrten und zog zusammen mit Syrien
und Jordanien Truppen an der israelischen Grenze zusammen.
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